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Nerds in neuer Rolle

*Darth Vader Figur auf dem Schreibtisch, „Herr-der-Ringe“-Shirt um die Hüften und eine Hornbrille, die durch die überdimensionalen Kopfhörer leicht schräg verrutscht – Nerds-Klischees über IT-Spezialisten gibt es viele und sie hielten sich lange hartnäckig. Doch auch wenn man sie vielleicht ab und zu in Einzelfällen noch bestätigt sieht, haben wir in der Arbeitswelt längst mit IT´ lern zu tun, die viel selbstsicherer auftreten als vielfach vermutet. Hintergrund: Die gefragten „Nerds“ sind sich ihres hohen Marktwertes längst bewusst. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie des Karriereportals get in IT, die im September diesen Jahres in Zusammenarbeit mit der HTWK Leipzig entstanden ist und sich mit den Karriereerwartungen von IT-Berufsstartern beschäftigt. Die Studieninitiatoren befragten insgesamt 1.069 Berufsstarter und Studenten aus dem Berufsfeld IT.  *Eine aktuelle Arbeitsmarktstudie zeigt, was angehende IT-Spezialisten von ihrem Berufsstart erwarten.

Neun von zehn IT-Berufsstartern sind von guten Job-Chancen überzeugt

Die Ergebnisse zeigen: Der Mangel an IT-Spezialisten in Deutschland führt zu einem neuen selbstbewussten Rollenverständnis von Berufsstartern. Hintergrund ist, dass die befragten Fachkräfte ihre gute Position auf dem Arbeitsmarkt sehr wohl einzuschätzen wissen. 89 Prozent von Ihnen gehen von guten oder sehr guten Job-Chancen aus. Das ist im Vergleich zu 2015 eine Steigerung um fünf Prozent und führt dazu, dass sich die gefragten Kandidaten ihren Arbeitgeber selbst aussuchen möchten und nicht mehr bereit sind, sich einer längst überholten Selektionslogik seitens der Arbeitgeber auszuliefern.

Und in diesem umgekehrten Auswahlprozess, der eben vom Kandidaten ausgeht, haben IT-Kandidaten klare Vorstellungen: 37 Prozent der Studierenden und 31 Prozent der Young Professionals erwarten beim Berufseinstieg beispielsweise eine gezielte Einarbeitungsphase, um optimal in den Job zu finden. Diese soll zudem nach Möglichkeit von einem erfahrenen Mentor begleitet werden. Das jedenfalls wünschen sich weitere 28 Prozent der Befragten. Im Vergleich dazu: Gleich zu Beginn ihres Berufslebens eigenverantwortlich Projekte zu betreuen, wünschen sich gerade einmal sieben Prozent der IT-Studenten.

Fachwissen schlägt Karriereleiter

Der Begriff der Karriereplanung hat im IT-Kontext eine besonders fachliche Bedeutung. Für die in der Studie befragten angehenden IT-Experten bedeutet Karriere vor allem, innovativ zu arbeiten und sich auf dem eigenen Fachgebiet zum anerkannten Experten zu entwickeln. Es ist für sie also extrem wichtig, sich tiefes Fachwissen anzueignen. Eine Entwicklung zum Spezialisten wird demnach deutlich stärker angestrebt als eine klassische Führungskarriere, die in anderen Berufsfeldern oftmals das primäre Karriereziel ist. Nur noch 16 Prozent der Befragten sind daran interessiert mittelfristig Führungsaufgaben zu übernehmen – im vergangenen Jahr waren das immerhin noch 21 Prozent. Dazu passt: 67 Prozent der Befragten finden fachliche Weiterbildungsmöglichkeiten attraktiv, während etwa individuelle Benefits für nur gut 13 Prozent der angehenden IT-Spezialisten eine Rolle bei der Berufswahl spielen. Die besten Chancen haben darüber hinaus Arbeitgeber, die es schaffen, ihre Werte klar zu transportieren – für zwei Drittel der Kandidaten ein entscheidendes Argument bei der Arbeitgeberwahl.

Offen für Matching zwischen Job und fachlichen Vorstellungen

Gerade wir bei Talents Connect beschäftigen uns tagtäglich mit Algorithmen, die die Job- und Mitarbeitersuche vereinfachen, indem Kandidaten mit passenden Stellenangeboten „gematcht“ werden. Hochinteressant war für uns daher folgendes Ergebnis der Studie: IT’ler sind durchaus bereit, ihre dazu benötigten Lebenslauf-Daten in einem Jobportal zu hinterlegen, um so automatisiert genau zu ihnen passende Stellenanzeigen vorgeschlagen zu bekommen. Für fast 70 Prozent ist dann die fachliche Passung die wichtigste Voraussetzung, um anschließend auch wirklich den Bewerbungsprozess zu starten.

Einmal mehr zeigt die Studie von get in IT und der HWTK Leipzig: Der Recruitingprozess hat sich nachhaltig verändert. Arbeitgeber treffen auf Kandidaten, die im Rahmen ihrer Jobsuche ganz sicher gehen wollen, ein Unternehmen zu finden, das zu ihren Vorstellungen – fachlich wie persönlich – passt. Arbeitgeber, die dafür die Voraussetzungen schaffen, sind auf der richtigen Seite. Alle anderen laufen Gefahr, sich zu Recruiting-Nerds zu entwickeln – auch ohne Darth Vader Figur oder verrutschte Hornbrille.

Die ganze Studie gibt es hier als Download.

Wer mehr über unseren Matching-Algorithmus und darüber, was man mit ihm auf dem Weg zur Bewerbung der Zukunft anfangen kann, erfahren möchte findet hier weitere Informationen zu Talents Connect.

Wer Feedback oder Fragen hat, kann sich per Mail an hello@talentsconnect.com oder telefonisch unter 0221 – 82 00 69 –29-0 bei uns melden!