Search damit beginnt der Bewerbungsprozess, die Suche nach einem passenden Job, die Suche nach einem passenden Kandidaten, die Suche nach Informations- und Austauschmöglichkeiten.
Search ist vor allem eine orientierungsgebende Phase – sowohl für Jobsuchende, als auch für Mitarbeiter, die sich weiterentwickeln wollen.

Was bietet das Search der Vergangenheit?


Die bisherige Suchphase zeichnet sich vor allem durch extrem hohen Aufwand, fehlende Transparenz und allgemeine Orientierungslosigkeit aus. Erstaunlich ist, dass hier zwei Parteien einander in einem hochemotionalen Zusammenhang suchen, aber gleichzeitig beide Seiten auf vorgestanzte Phrasen setzen. Eine Ansammlung uniformer und dadurch austauschbarer Stellenanzeigen trifft auf gleichklingende, geschönte CVs, sodass im Endeffekt keine Seite authentische und relevante Informationen bekommt. So kann kein Dialog funktionieren. Wie sollen Bewerber und Unternehmen nachhaltig zueinanderfinden, wenn der erste Kontakt schon von beiden Seiten oberflächlich und ohne Mühe geführt wird?

Für den Bewerber bedeutet Search in diesem Fall die Eingabe von Schlagworten in Suchmaschinen, das Durchforsten von hunderten oder gar tausenden Suchergebnissen und das Sichten von ellenlangen Stellenausschreibungen auf der Suche nach ein bisschen Passung. Sie sind verloren im Meer von tausend gleichklingenden Stellenausschreibungen. Trotz der langen Fließtexte, die hauptsächlich Standardphrasen enthalten, bieten sie dem Suchenden kaum Orientierung hinsichtlich der eigenen Passung zum Stellenprofil und dem Unternehmen.

Für Recruiter bedeutet Search bei Anfrage der Fachabteilung Standard-Anforderungslisten aus vorgestanzten Wortbausteinen zu verfassen, die möglichst vielen potentiellen Bewerber gefallen sollen.
Das Ergebnis: „Post and Pray“. Die unemotionalen, uniformen Stellenausschreibungen, müssen anschließend in diversen Stellenmärkten neben tausend anderen, gleichklingenden Jobs veröffentlicht werden, ohne zu wissen, ob der passende Kandidaten diesen Kanal überhaupt nutzt. Beim Active Sourcing gilt es sich durch unzählige unpersönliche Kandidatenprofile zu kämpfen. Bei der Suche nach dem passenden Unternehmensspirit und der richtigen Motivation, lassen die Profile kaum auf den Menschen hinter dem generischen Lebenslauf schließen.

Technologische Unterstützung kommt beim Search der Vergangenheit hauptsächlich durch Suchmaschinen, wie Google, Stellenbörsen und diverse berufliche Netzwerke, in denen Stellenausschreibungen lediglich wie PDFs anmuten und untereinander gelistet sind.

Wie stehen Recruiter und Bewerber zu diesem Suchprozess?

Betrachtet man diverse Umfragen, wie die der Candidate Journey Studie, der Employer Telling Studie und die der Studie von Staufenbiel zu Recruiting Trends, wird deutlich, wie dringend ein Wandel notwendig ist:

  • Berufseinsteiger fühlen sich oft überfordert. Suchmaschinen liefern 3-5 stellige Ergebnislisten, und 42% der Suchenden finden den Informationsgehalt von Stellenanzeigen schlecht.

  • 26,5% der potentiellen Bewerber verzichten auf eine Bewerbung, sofern der Jobtitel unverständlich ist

  • 80% der U25 nutzen ihr Smartphone zur Jobsuche

  • 60% halten Arbeitgeber ohne eine mobil optimierte Karriere-Website für weniger attraktiv

  • 70% aller Jobsuchenden erwarten vom Arbeitgeber Infos über dessen Unternehmenskultur und Werte

  • 85% der Bewerber stufen ist die eigene kulturelle Passung zur Zielorganisation als wichtig ein

Leider gelingt es aktuell nur rund 40 Prozent der Arbeitgeber vor und während der Bewerbungsprozesse die eigene Kultur passend zu vermitteln. Bereits an dieser Stelle verschenken Unternehmen viele Chancen passende Talente für sich zu gewinnen.
Eigene Messungen zeigen, dass 98% der Bewerber die Karriereseite sofort wieder verlassen, ohne sich zu bewerben.
Ein weiterer Fehler: 57,5 % aller befragten Bewerber hätten gern ein Online-Profil des Arbeitgebers gesehen, haben aber keins gefunden.

Das Zwischenergebnis:

Der Wandel hin zum Bewerbermarkt bedeutet für Berufseinsteiger auch eine größere Auswahl an potentiellen Arbeitgebern und Stellen, was zu einer deutlich komplexeren Orientierungsphase führt. Als Konsequenz daraus fordern sie mehr Informationen, Geschwindigkeit und Qualität im Orientierungs- und Recruitingprozess. Interaktion auf Augenhöhe und Wertschätzung bilden zusätzlich eine wichtige Entscheidungsgrundlage.

Womit tritt das Search der Zukunft an?

Search der Zukunft bedeutet, dass es um das Finden und Gefunden werden, statt nur um die Suche, geht.
In das Zentrum der Phase werden die persönlichen Umstände des Suchenden gestellt.
Der Nutzer wird an die Hand genommen und erhält passende Jobangebote bzw. Kandidaten in dem für ihn relevanten Kanal, mit den für ihn relevanten Kriterien. Die Interaktion zwischen Unternehmen und Bewerber beginnt schon in der frühen Phase der ersten Orientierung auf verschiedenen Kanälen, sodass ein Austausch auf Augenhöhe entsteht und Bewerber ohne großen Aufwand die Informationen erhalten, die sie für ihre Entscheidungsfindung benötigen.

Für Bewerber bedeutet Search der Zukunft, dass sie auf Basis ihrer Interessen und Persönlichkeit schnell und intuitiv zu relevanten Informationen geführt werden. Die Suche geht über die Sucheingabe hinaus. Die Stellenausschreibung der Zukunft ist aussagekräftig, leicht verständlich und bündelt die relevanten Informationen zielgruppenspezifisch. Sie gleicht einem Info-Dashboard. Dabei geht es auch um die visuell kompakte Darstellung von relevante Inhalten zur Stelle, konkrete Tätigkeitsbeispiele, O-Töne von Vorgängern und Kontaktpersonen, sowie Informationen zu Unternehmenswerten, -kultur und Benefits.

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Für Recruiter bedeutet das Search der Zukunft, dass die Anforderungsprofile im Zusammenspiel mit den Fachabteilungen viel genauer beschrieben und vor allem um die genaue Passung bezüglich geforderter Erfahrungen, Kompetenzen und Soft Skills erweitert werden. Statt mit “innovativen” Sprechblasen eine breite Zielgruppe ansprechen zu wollen, werden mit konkreten Informationen und authentischen Einblicken nur die relevanten Kandidaten angesprochen. Ziel ist es nicht, möglichst viele Bewerbungen zu erhalten, sondern die Anzahl der Fehlbewerbungen zu reduzieren und die Bewerberqualität zu steigern.

Technologische Unterstützung beim Search der Zukunft erfolgt durch Matching-Technologie. Außerdem entsteht eine Antwortlogik, indem digitale Fragebögen die Sucheingabe bei Google ablösen.

Das Ergebnis der ersten Runde:

Relevanter Content & individuelle Entwicklungsmöglichkeiten schlagen generische Stellenbeschreibung & starre Karrierepfade.


Bewerber sind aus ihrem normalen Alltag eine intuitive User Experience gewohnt. Sie wollen schnell zu relevanten Inhalten geführt werden. Doch davon sind die bestehenden Karriereseiten weit entfernt. Bewerber müssen sich durch komplexe Bewerbungsformulare kämpfen – bei jedem Unternehmen auf’s Neue. Das kostet Bewerber wertvolle Zeit und Unternehmen verschenken durch eine komplizierte User Journey, undeutliche Stellenanzeigen und fehlende Mobiloptimierung wertvolle Chancen Talente frühzeitig von sich zu überzeugen.

Die Bewerbung der Zukunft drängt veraltete Prozesse in die Verlierer-Ecke, indem Qualität in den Vordergrund gerückt wird und nur passende Kandidaten angesprochen werden. Außerdem wird die langwierige Suche durch relevante Informationen und Empfehlungen auf Basis von persönlichen Präferenzen ersetzt. So schonen Bewerber ihre Ressourcen und Unternehmen können ihr Mediabudget gezielter einsetzen.

Wie gestaltet Talents Connect das Search der Zukunft?

Wir übersetzen die klassische Suche auf eine nutzerzentrierte Antwortlogik – für beide Seiten.
Wir kennen es bereits aus verschiedenen Lebensbereichen - von eCommerce, der Partnersuche im Internet und unserem Spotify-Profil: digitale Technologie ermöglicht es, auf Basis von persönlichen Präferenzen passende Vorschläge zu erhalten. Im Alltag wird man nicht mit einer Informationsflut alleine gelassen, sondern zu relevantem Content geführt. Es geht sogar so weit, dass Suchen durch Finden ersetzt wird.

Der Talents Connect Job- & Contentfinder ermöglicht Bewerbern eine schnelle und intuitive Orientierung, indem der Stellenmarkt eines Unternehmens mit den intelligenten Matching-Funktionen von Talents Connect verbunden wird. Eine starre Unternehmensseite wird durchsuchbar gemacht. Zusätzlich kann das Job-Matching durch relevanten Content ergänzt werden. Anstatt die zahlreichen weiterführenden Informationen auf den diversen Unterseiten des Unternehmens suchen zu müssen, erhalten Bewerber eine personalisierte Karriereseite, die stets individuelle und relevante Informationen beim entsprechenden Job bündelt.

Wir haben erkannt, dass die Orientierungsphase den Startpunkt der Bewerbung der Zukunft bildet, deswegen richten wir den Prozess ganz nach den Bedürfnissen potentieller Bewerber aus und übersetzen dafür wichtige Erkenntnisse aus dem eCommerce auf den Recruitingprozess.

Erfahren Sie im nächsten Beitrag welche Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich Matching existieren.

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