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Du fragst, Marie antwortet – Das E.ON Azubi-Webinar

*Die Schule ist fast vorbei und je näher der Abschluss rückt, desto mehr geht es darum, die nächsten Schritte zu planen – da kommt ganz schön viel auf einen zu. Die Recherche und die Bewerbung, können viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen und Viele stellen sich immer mehr Fragen als Antworten. *Dass Schüler mit ihren Fragen nicht alleine gelassen werden, zeigt aktuell auch das jüngste Beispiel des Energiekonzerns E.ON. Letzte Woche fand das erste Azubi-Webinar statt, das im Bereich Webinare im Azubi-Recruiting zu den Vorreitern gehört. Das E.ON Azubi-Webinar soll die offene Kommunikation zu Bewerbern fördern und eine Plattform bieten, auf der Interessenten einen Dialog auf Augenhöhe führen können. Als erste Auszubildende in diesem Format stand Marie, derzeitige Auszubildende bei E.ON Global Commodities in Düsseldorf, allen Teilnehmern Rede und Antwort.

Ob es sich um Fragen zum Bewerbungsverfahren, die Berufsschule oder persönliche Einschätzung und Meinung handelte – Marie gab viele Einblicke in ihren Alltag und die Ausbildung bei E.ON. Sie selber macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau mit EU-Kompetenz. Dementsprechend gab es auch Fragen aus anderen Bereichen, die Marie noch nicht beantworten konnte. Für alle, die das Webinar verpasst haben und gespannt sind, welche Themen im Fokus standen und vor allem was die Antworten waren, sowie für Teilnehmer, die auf ihre Antwort aus dem Webinar warten, gibt es hier Einblicke ins Webinar und Rückmeldungen zu offen gebliebenen Themen.

Wie sieht der Bewerbungsprozess bei E.ON aus?

Von Fragen zu Maries Abschlusszeugnis bis hin zu Anforderungen innerhalb des Einstellungsprozesses – die Teilnehmer wollten Details.
Maries Erfahrung: Noten sind nicht alles. Bei Marie ging vom Onlinetest bis hin zur Einstellung alles ganz schnell – innerhalb von zwei Wochen hat Marie Einstellungstest und Gespräche hinter sich gehabt und nach einer weiteren Woche die Zusage bekommen. Das lag mit unter auch daran, dass sie erst Anfang September mit der Ausbildung begonnen hat und somit eine Ausnahme bildet. Im Normalfall beginnt das Auswahlverfahren auf der Plattform von Talents Connect. Alle Bewerber, die zum jeweiligen Ausbildungsberuf passen, werden kontaktiert und zu einem Test eingeladen.

Im Bewerbungsgespräch geht es letztendlich darum rauszufinden, was die Azubis sich wünschen, über das Unternehmen wissen und wie gut sie zu E.ON passen. Maries Tipp an dieser Stelle: Eigene Stärken kennen, Informationen zum Unternehmen sammeln und sich selber treu bleiben.

Wann und wie oft muss ein Azubi in die Berufsschule?

Unter den Teilnehmern kam die Frage auf, wie der Unterricht und die Ausbildung im Betrieb organisiert werden. „Gibt es Blockunterricht?“,  und „Und hat man eigentlich frei, wenn Schulferien sind?! ;-)“ waren die häufigsten Fragen. Maries Antwort bezogen sich dabei immer auf ihren konkreten Fall. Sie hat Blockunterricht und somit sechs Wochenlang am Stück Schule. Danach geht es dann wieder in den Betrieb. Es gibt aber auch Auszubildende, die 1–2 Mal pro Woche Unterricht haben und an den anderen Tagen im Unternehmen sind. Das ist immer abhängig vom Standort und Ausbildungsberuf. Beides hat aus Maries Sicht Vor- und Nachteile. Die Frage nach den Ferien stellt sich Marie gar nicht, da der Blockunterricht immer so gelegt ist, dass er nicht in die Ferien fällt. Bei den anderen Azubis, die unter der Woche in die Berufsschule gehen, gilt: In den Schulferien gibt es eine 5 Tage Woche im Unternehmen.

Ausbildungsaufbau und der Alltag aus Sicht einer Auszubildenden

Viele Teilnehmer interessierten sich für Antworten rund um Organisatorisches und den Arbeitsalltag bei E.ON. Bei Fragen wie: „Welche Abteilungen durchläuft man und wie lange ist man in einer Abteilung?“ und „Darf man sich aussuchen, in welcher Abteilung man nach der Ausbildung arbeiten wird?“ erklärte Marie, dass die IHK einen Rahmenplan vorgibt, welche Ausbildungsstationen absolviert werden müssen. Azubis können sich das also nicht frei aussuchen. Außerdem ist die Dauer der Einsätze innerhalb der jeweiligen Ausbildungsstationen mit der Schule so abgestimmt, dass in jeder Abteilung genügend Zeit ist. Für jeden Auszubildenden gibt es einen individuellen Plan, der die gesamte Ausbildung im Betrieb strukturiert. Bei Marie sind das in der Regel ca. 8 -10 Wochen pro Station.

Bei dem Thema Arbeitszeit erklärte Marie das Gleitzeit-Modell. In ihrem Fall gibt es die Möglichkeit, in einem bestimmten Zeitfenster mit der Arbeit zu beginnen und Feierabend zu machen. Es gibt eine festgelegte Stundenanzahl am Tag und in der Woche, die man arbeiten sollte, am Tag sind das knapp 8 Stunden inklusive der Pause. Je nach Abteilung fangen manche Mitarbeiter um 9 Uhr an, andere schon um 7 Uhr und machen dafür auch früher Feierabend. Das hängt aber immer von der jeweiligen Abteilung ab.

Insiderwissen für zukünftige Industriekaufleute mit EU-Kompetenz

Teilnehmer, die sich schon für ein bestimmtes Berufsbild interessieren, haben Marie u.a. Fragen gestellt wie: „Was bedeutet die EU Zusatzqualifikation?“ Marie steht momentan selbst kurz vor einem Auslandsaufenthalt in York, England. Dieser dreimonatige Aufenthalt im englischsprachigen Raum gehört zur Ausbildung „Industriekauffrau mit EU-Kompetenz“ dazu. York ist eine Partnerstadt der Berufsschule in Essen, die einen Schüleraustausch für Berufsschüler anbietet. In den nächsten drei Monaten geht Marie in eine Sprachschule und absolviert parallel ein Praktikum. Da die Praktika unabhängig vom eigentlich Unternehmen sind probieren sich die meisten Schüler in völlig anderen Bereichen aus. Marie beispielsweise geht an eine Grundschule. Ein weiterer Punkt der zur Zusatzqualifikation EU gehört ist, dass Marie neben der normalen IHK Prüfung auch weitere Prüfungen in Englisch und im Außenhandel hat.

Herausforderung und Verantwortung während der Ausbildung

Manche Teilnehmer nutzten das Webinar auch, um Zweifel oder kritische Fragen zu stellen. So kam es u.a. auch zu der Frage nach Verantwortung der Azubis. Kann man während der Ausbildung überhaupt schon eigenständig arbeiten und Verantwortung übernehmen?!
Maries Erfahrung lautet hier: Ja, kann man. Marie wurde gleich zu Beginn der Ausbildung mit einem eigenen Laptop ausgestattet, sodass sie sofort startklar war. In jeder Abteilung hat Marie bisher immer sofort eigene Aufgaben bekommen. Anfangs schauen die Ansprechpartner noch genau über die Schulter und erklären alles, was im Zusammenhang mit der Abteilung wissenswert ist. Mit der Zeit bekommt man dann immer mehr Verantwortungsbereiche und Aufgaben, die einen fordern.

Wie erleben Azubis Internationalität bei E.ON?

Auf die Frage, ob Marie auch mal mit internationalen Kollegen zu tun hat oder schon mal im Ausland war, erzählte sie, dass in ihrem konkreten Fall, Internationalität einen wichtigen Faktor einnehme. Bei E.ON Global Commodities in Düsseldorf ist die Arbeitssprache sogar Englisch, weil ca. 40 verschiedene Nationalitäten miteinander arbeiten und sich unter einander verständigen müssen. In ihrem Arbeitsalltag hat Marie sogar sehr viel Kontakt zu anderen Nationalitäten – sowohl intern als auch extern.

Was ist im Webinar noch offen geblieben?

Eine der offenen Fragen war, ob und welche Förderprogramme es für Auszubildende bei E.ON gibt. Mareike Onnebrink aus der Konzernausbildungssteuerung antwortet darauf: „Je nach Ausbildung bieten wir unterschiedliche Förderprogramme für alle unsere Auszubildenden an. Es gibt beispielsweise verschiedene Seminare, wie z.B. Kommunikationsseminare oder Teambuildingmaßnahmen, internen Unterricht sowie Prüfungsvorbereitungskurse zur Abschlussprüfung.“

Ein weiterer Punkt war die Frage nach Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung. Hier lautet die Antwort:

„E.ON unterstützt die Mitarbeiter bei Ihrer individuellen Entwicklung. Bei der genauen Ausgestaltung gibt es hier allerdings auch Unterschiede nach Gesellschaft und Ausbildungsberuf. Im technischen Bereich gibt es z.B. Fördermaßnahmen zum Techniker oder Meister. Eine Finanzierung zum Vollzeitstudium bei sehr guten Auszubildenden ist ebenfalls möglich. Bei den kaufmännischen Berufen sind Förderungen zu berufsbegleitenden Studiengängen möglich oder auch weitere fachspezifische Fortbildungsmöglichkeiten sind denkbar. Das ist dann von der jeweiligen Position und dem Fachbereich abhängig.“

Persönliche Erfahrung und individuelle Geschichten

Insgesamt konnte Marie durch ihre persönlichen Erfahrungen viel berichten und ihre Geschichte erzählen. Dabei blieb immer klar, dass es nie eine allgemeine Antwort auf die verschiedenen Fragen gibt. Es kommt immer auf den Ausbildungsberuf und Standort an, was Marie aber deutlich vermitteln konnte ist, die Vielfalt in ihrem Alltag. Ob in der Berufsschule oder im Arbeitsalltag, es gibt immer etwas Neues, das auf Azubis zu kommt. Chancen gibt es genügend – sie müssen nur ergriffen werden. Für alle, die Anfang September leider nicht dabei sein konnten oder Fragen zu anderen Ausbildungsberufen bei E.ON haben, wird es weitere Termine geben. Die genauen Zeitpunkte, sowie Themenfelder werden immer auf www.talentsconnect.com/eon/karriere bekannt gegeben.

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